Mit Lyrik durch das Jahr




Erkenntnis

 

Was bleibt uns, wenn die Liebe geht,

wenn Herzen und Gefühle

erfroren sind, man sein Dasein

nur noch schwer erträgt,

die menschliche Nähe nicht mehr spürt

und der Weg zu keinem Ziel mehr führt?

 

Wir bleiben zurück in der Einsamkeit,

verlieren uns in kalter Wirklichkeit.

Die Gefühle, sind eingesperrt,

sie zu zeigen, sind wir nicht bereit.

Gedanken fliehen in die Unendlichkeit

auf der Suche nach Geborgenheit.

 

Zum Suchen bin ich nun bereit,

um zu wissen, wo ich steh

und mich nicht wieder zu verlieren,

wenn ich kein Ziel mehr seh. 

 

 

 



Ein kleines Wunder

 

Ein regloses graubraunes „Etwas“

an einem Aste hing,

näheres betrachten ergab keinen Sinn.

Nach Tagen schaute ich wieder hin

dieses unbekannte „Etwas“

sich zu bewegen anfing,

kroch langsam auf ein Blatt

fraß alsbald die Ränder ab.

 

Später war sein Platz ganz leer

das „Etwas“ flatterte hin und her,

setzte sich hier und dort mal hin,

es war ein wunderschöner Schmetterling!

Nach einem kurzen Raupenalter

erscheint er nun, als prächtiger Falter.