RLS und LYRIK


Gefangenes „Ich“

 

Ein „Bündel-Mensch“ verharrt

auf seinem Lebensgleis

Gefühle längst erstarrt im Eis.

Gedanken immer schneller schwinden

wenn er sich fragt:

Wo wird dieses Chaos enden?

Bleierne Schwere, Dunkelheit im Angesicht

sein Körper er gehorcht ihm nicht.

Im „Körper Tunnel“ eingeklemmt

er einen Ausweg nicht erkennt.

RLS heißt dieses Phantom,

es umklammert mein Dasein

seit Langem schon.

Einsam und hilflos, kann nicht mehr fliehen

dunkle Gedanken schwerelos weiter ziehen.

Diese Enge wieder schwindet

wenn man endlich Hilfe findet.

Bin bereit diese anzunehmen;

eine Brücke - wieder zurück ins Leben.

 


Leben mit RLS

 

Getrieben, gejagt, im Innern verloren,

ständig verfolgt vom eigenem Sein,

fühlst du dich gefangen,

bist fremd in dir selbst

verlassen – allein.

Zermürbt sind Körper und Seele,

welche ständig nach Hilfe schrei'n.

Die Unruh in dir, das rastlose Treiben,

beherrschen den Körper,

er ist nicht mehr dein eigen.

Drehst dich im Kreis und findest nicht -

dein inneres Gleichgewicht,

stehst nahe am Abgrund, ein tiefes Loch

einem Ausweg den findest du noch.

Gib nicht auf nach ihm zu suchen,

Ruhe und innerer Einklang kommen zurück

und mit ihm neues Lebensglück.

 


RLS – was ist das schon?

 

Gefesselt ist mein Lebenswille,

mein Körper, er wurde mir fremd.

Im Innern ständig getrieben, immer nur gehen,

ohne einen Ruhepol zu sehen.

Man läuft und läuft - das JEDE NACHT,

wird so um seinen Schlaf gebracht.

Gefühle und Schmerzen - spürt man die?

Ja, doch wie beschreibe ich sie?

Glücklich ist, wer Jemanden findet

der RLS erkennt - und LINDERT!

 


Was ist wenn?

 

Freu dich doch mal

sagt man so leicht dahin.

Doch was ist – wenn?

Wenn man neben sich steht 

und diese Worte nicht mehr versteht?

Freude empfinden kann man verlernen,

Gefühle verdrängen, bis sie langsam sterben.

An manchen Tagen ergibt Gefühle zeigen keinen Sinn,

kann nicht spüren wer und was ich bin.

Ich stelle sie mir nicht - diese Fragen. 

Dabei spüre ich Chancen als gegeben,

möchte bereit sein, diese anzunehmen.

Mich wieder öffnen können für schöne Gefühle, 

sind sehr hoch gesteckte Ziele.



 

Mit Farben konnte ich meine Gedanken und Gefühle im Umgang mit RLS und Depression verarbeiten.

Erst später, auch mit Worten vermitteln, was RLS bedeutet und wie ich damit umgehen kann. 

Das Dasein wurde erträglicher und half mir wieder neuen Lebensmut zu finden.


Aquarellfarben - ABGRUND - UND  VERBOTENE TRÄUME

Sehnsucht nach Ruhe

 

Der neue Tag ist leise erwacht,

er hat sie besiegt -

die Ewigkeit einer schlaflosen Nacht.

Quälende Unruh in Arm und Bein,

waren wieder Knecht der eigenen Pein.

Mein Körper war mir dabei fremd

horchte nicht auf meine Befehle

gefesselt dabei, auch die wehrlose Seele.

Gedanken drehen sich im Kreise –

Frage mich ständig – wozu?

muss nur gehen, gehen 

und mich bewegen, dies immerzu.

Doch was bringt er mir, der neue Tag ?

Nach Stunden voller Sonnenschein

bricht langsam wieder die Nacht herein.

Was ewig bleibt, wird die Frage sein,

kehrt heute endlich Ruhe ein?

Es ist der erwachende Tag, ein neue Morgen,

der mir verspricht – nicht aufzugeben

und mit der Zuversicht zu leben,

das es noch die Hoffnung gibt.

 


Treiben

 

Es ist ständig da, das innere Treiben,

und der Zwang stets aktiv zu sein.

Er erlaubt keine Ruhe, kein Rasten

das Ziel ist immer nur – Hasten.

Wo führt es mich hin,

was hat es für einen Sinn?

Die innere Uhr sie läuft stets und ständig

hin zu einem unbekannten Ziel

auszuruhen, das gibt es nicht in diesem Spiel.

Des Körpers Schwäche selbst,

bestimmt des Weges Führung.

Hilflos halte ich Schritt

bis es mir endlich gelingt

und mein Dasein

aus seinem Schatten tritt.

 

Sich diesem Treiben zu widersetzen

versuchen nicht mehr zu hetzen

mich endlich davon befrei`n

kann wieder Mensch,

ein Mensch mit innerer Ruhe sein.

 


Wege aus der Dunkelheit

 

War Gefangener der Dunkelheit

fern von Raum und Zeit,

hilflos, ohne Licht und Zuversicht.

Einen Weg aus diesem Labyrinth

den gab es nicht.

Gepeinigt, geschwächt durch Unruh und Hast

wurde mein Dasein zur quälenden Last.

Schwere erdrückt mein inneres Tun

wollte nur verharren und ruhen.

War nicht mehr ich selbst, stand neben mir.

Doch welch ein Wunder, es ging vorbei diese Zeit

habe mich aus diesem Albtraum befreit!

Spürte neue Zuversicht, wieder Wärme und Licht.

 Bin der Dunkelheit entronnen,

 das Leben hat mich wieder aufgenommen.


Wechselbad der Gefühle

 

Nach Tagen der Demut

vom eigenen Sein

stellt sich Hoffnung wieder ein.

Ein Lichtblick, noch so klein ,wird eine Chance sein.

Gefühl der Befreiung von eigener Pein

unendlich stolz kann ich nun sein. 

Schmerzen erneut besiegt,

im Körper kehrt wieder Ruhe ein.

Das Gefühl, kann wieder bei euch sein -

überwiegt.

Trüben Gedanken lagen schwer,

glaubte an keine Rückkehr mehr.